Top 3 Lead Gen Trends 2022

Lead Gen Trends 2022

In Pandemie-Zeiten steigt der Web-Traffic um ein Vielfaches an – das ist mit Covid19 klar geworden. Während also der Einzelhandel und andere Branchen plötzlich vor großen Herausforderungen standen, konnten E-Commerce-Unternehmen mehr Umsatz machen als je zuvor. Und noch eins ist klar geworden: In diesem Web-Traffic sind auch viele potenzielle Neukunden! Für Unternehmen gilt also: User aktiv ansprechen – mit gezielten, nachhaltigen Lead Generierungs Strategien. Welche Trends geben 2022 die Richtung vor? Wir haben unsere Top 3 zusammengestellt.

Lennart

11.02.2022

News & Inspiration

Lead Gen – Schlüsselfaktor für den Email-Erfolg

Wer Aktionen zur Lead Generierung – kurz: Lead Gen – gekonnt einsetzt, kann seine Newsletter-Liste innerhalb kürzester Zeit durch qualifizierte Kontakte auf ein Vielfaches heranwachsen lassen. Die Vorteile liegen auf der Hand: das Umsatzpotenzial erhöht sich, die Markenbekanntheit steigt an und mithilfe von Lead Generierung werden wertvolle Zero- und First Party Daten gesammelt. 

 

Wie bringe ich meine Newsletter-Liste zum Wachsen?

Möglichkeiten, die Zahl der Email-Adressen auf der Newsletter-Liste zu steigern, gibt es viele. Zum Beispiel so: 

Onsite-Maßnahmen

Dazu gehören alle Möglichkeiten der Werbung um Email-Adressen auf der eigenen Website oder im eigenen Shop – von Popups, über integrierte Formen bis zu verschiedenen Bannern.

Multichannel-Maßnahmen

Wenn es noch andere Kanäle gibt – z.B. Stores – sollten auch diese proaktiv zur Lead Generierung genutzt werden. Es können z.B. kanalübergreifende Gewinnspiele veranstaltet werden, die sowohl online als auch im Store beworben werden. So lässt sich ein gesamtheitliches Kauferlebnis und eine stringente Kundenkommunikation schaffen.

Facebook & Co

Auch die sozialen Medien sind natürlich für die Lead Generierung gut einzusetzen: Über Facebook, Instagram und LinkedIn können zielgerichtet Anzeigen geschaltet werden, in denen die Newsletter-Anmeldung beworben wird. 

Kooperationen

Eine weitere Möglichkeit sind Kooperationen mit Partnern. Dabei muss nicht immer ein sich überschneidendes Sortiment vorliegen. Durch gemeinsam veranstaltete Aktionen oder Gewinnspiele lassen sich oft jede Menge Email-Adressen für den Newsletter-Verteiler sammeln und die Markenbekanntheit steigern

Unsere Top 3 Lead Gen Trends 2022

Mit welchen Tipps und Tricks läuft die Lead Generierung aktuell besonders erfolgreich? Wir zeigen dir, welche Lead Gen Trends wir für besonders vielversprechend halten. Unsere Top 3 für dieses Jahr:

1. Gamification

Die Devise für den Gamification-Trend ist: “Make boring things fun”. Dabei sind der Kreativität (fast) keine Grenzen gesetzt – ob klassisches Glücksrad oder sogar gleich eine ganze Spiele App. Gamification ist facettenreich und die Spiele-Design-Prinzipien lassen sich auf fast alles anwenden. Spielerische Elemente sind auch 2022 allgegenwärtig und kaum zu übersehen. 

Im Bereich der Lead Generierung zeigt sich der Trend vor allem in Popups, Slide-Ins und auf Landingpages. Der große Vorteil von Gamification: Sie schafft mehr Aufmerksamkeit beim User und bietet einen großen Unterhaltungsfaktor. Durch die Integration von Gamification-Elementen, z.B. in Form eines Glücksrads, eines Quiz oder eines Spiels, steigt die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass User ihre Email-Adresse eingeben. Außerdem: Wenn das „Spiel” ansprechend gestaltet und sauber strukturiert ist, kann es Nutzer:innen spielend mit der Marke oder dem Produkt vertraut machen und letztlich die Kundenbindung stärken. Auch können Neukund:innen, die vielleicht noch etwas Orientierung brauchen, spielerisch an die Hand genommen werden.

Welche Möglichkeiten für Gamification in Popups sind 2022 im Trend? Wir würden mal sagen: Je kreativer desto besser. Natürlich hängt die Umsetzung vom jeweiligen Lead Gen Tool ab. Klassische Beispiele, die erfolgreich performen sind:

  • Glücksräder
  • Rubbellose
  • Persönlichkeitsquiz 
  • Spiele (z.B. Memory etc.)

 

Gamification Beispiel

2. Datenanreicherung

Das Sammeln von wichtigen (Kunden-)Daten wird immer mehr zum Wettkampfsport. Fakt ist: 2022 wird das Thema für Unternehmen eine riesige Rolle spielen. Google plant, bis 2023 das Tracking durch Third Party Cookies aus seinem Browser Chrome zu entfernen und auch Apple zieht bei eigenen Produkten nach. Es wird also immer wichtiger für Unternehmen, unabhängig von Dritten an Kundendaten zu kommen – also: selbst zu sammeln, um eine zielgerichtete, personalisierte Kommunikation mit Kund:innen nutzen zu können

Dabei nimmt die Lead Generierung einen großen Stellenwert ein. Mithilfe von smarten Popups und Co. lassen sich ideal wertvolle Zero und First Party Data sammeln – sprich Infos, die User deiner Seite proaktiv oder automatisch zur Verfügung stellen – etwa die Email-Adresse, Telefonnummer oder das Geburtsdatum. Diese Informationen können auf verschiedene Arten gesammelt werden, z. B. über Anmeldeformulare, Umfragen sowie Formulare und Popups zur Lead Generierung. 

Der Vorteil ist: Die Daten gehören ausschließlich deinem Unternehmen. Und: Nutzer:innen werden explizit um Zustimmung gebeten bei der Eingabe ihrer persönlichen Daten, d.h. ihre Privatsphäre wird respektiert. Die Eingabe erfolgt auf diesem Wege absolut freiwillig und ausdrücklich. Das kann das Vertrauen beim User stärken und so zu einer besseren Kundenbeziehung führen.

Jetzt zur Praxis: Wie gelingt es am besten, Zero und First Party Data  mit Lead Generierung zu sammeln? Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

Multi-Step Popups

Besonders zu empfehlen ist der Einsatz von sog. Multi-Step Popups: Weil zu viele Eingabefelder direkt auf der ersten Seite eines Popups abschreckend wirken, sind Multi-Step Popups eine super Lösung. Die Datenabfrage erfolgt in mehreren Stufen. Im ersten Schritt werden z.B. der Name und die Email-Adresse erfasst und in weiteren Schritten Informationen, wie z.B. :

  • Präferenzen 
  • Vorlieben 
  • Interessen 
  • Geburtsdatum
  • Schuh- oder Konfektionsgrößen
  • Haustier
  • Wohnort
  • und, und, und….

Selbst wenn Besucher:innen einen Schritt abbrechen, werden die Informationen aus den vorherigen Schritten erfasst.

 

Multi-Step Popups Morotai

 

Umfragen & Quiz

Eine weitere gute Möglichkeit zur Datenanreicherung mithilfe von Popups und Co. sind Umfragen oder ein spannendes Quiz. Durch generierte Antworten lassen sich wertvolle Daten für bessere Segmentierung und Anreicherung von Profilen gewinnen. Ein Beispiel: Die Erstellung von einem Quiz, bei dem – nach Anmeldung zum Newsletter – anhand von einigen Fragen passende Produktvorschläge verschickt wurden. Also ganz konkret: In personalisierten Emails werden individuelle Produkte angezeigt, die anhand der beantworteten Fragen ausgewählt waren. Der Vorteil liegt auf der Hand: Mehr Daten führen auch zu mehr Umsatz. Gerade zu Beginn des Customer Life Cycles liegen oft wenige Informationen vor, z.B. wenn jemand sich gerade erst neu zum Newsletter anmeldet und vorher noch nichts gekauft hat. Durch eine Datenanreicherung direkt bei der Anmeldung sind Unternehmen in der Lage, stärker personalisierte Angebote zu machen. Dadurch steigt die Relevanz der Kommunikation und es wird viel schneller eine Loyalität der Subscriber gegenüber deiner Brand aufgebaut. Und das führt meistens auch schneller zu einem Kauf.

 

Brooklyn Soap Company Quiz und Test

3. Hyper-Personalisierung

Der dritte unserer Top 3 Lead Gen Trends ist eng verbunden mit dem gerade beschriebenen Trend zur Datenanreicherung durch Lead Generierung. Die Daten, die gesammelt werden, können nämlich wiederum für eine gezielte Aussteuerung von Popups, Bannern etc. genutzt werden. Heißt konkret: Informationen über angeschaute Produkte und Interessen für werden in Follow-Up Popups genutzt, um User zu relevanten Produkten zu führen, ihnen also entlang der gesamten Customer Journey hyper-personalisierte Inhalte anzuzeigen.

 

Brooklyn Soap Company Personalisierung

 

Hyper-Personalisierung geht also noch einen Schritt weiter als die klassische Personalisierung: Verhaltensdaten werden jetzt mit Echtzeitdaten kombiniert. User erhalten also oft bis in kleinste Detail perfekt durchdachte Inhalte, Produkte oder bekommen passende Services vorgeschlagen. Möglich wird das Dank künstlicher Intelligenz (KI) und mittels dynamischer Inhalte.

Besonders bekannt für seinen starken Empfehlungs-Engine ist Netflix. Der Online-Video-Stream Anbieter versorgt seine Kund:innen mit einzigartigen, personalisierten Erlebnissen, indem Filme und Serien vorgeschlagen werden, die Nutzer:innen aufgrund ihres Rankings oder ihres Ansichtsverlaufs interessieren könnten. Ein weiteres Beispiel ist die Anzahl der “Landing Cards” oder Thumbnails, die Netflix für einen bestimmten Film oder eine Serie erstellt: Für eine TV-Serie werden zahlreiche Teaser-Bilder entworfen und dann diejenigen angezeigt, die am besten zum User passen. Durch die höhere Relevanz wird die Click Rate gesteigert. Zu sehen ist der Erfolg etwa an der Serie “Stranger Things”. Während einige Netflix-User einen Schauspieler sahen, den sie kannten, wurde anderen ein Bild von einer Action- oder Horrorszene gezeigt – je nachdem, welche Filme oder Genres die Person sonst noch auf Netflix schaut.

 

Netflix Personalisierung

 

Netflix zeigt also perfekt, wie Marken anhand von Daten das Kundenerlebnis verbessern können und mehr als “nur” Empfehlungen anzeigen, die auf einer Zielgruppe mit einem ähnlichen Geschmack oder ähnlichen Eigenschaften basieren. Konkret werden hier die individuellen Interessen und Vorlieben einzelner Personen in den Vordergrund gerückt. 

Und genau dorthin geht auch dieses Jahr die Reise zunehmend in der Lead Generierung. Durch Hyper-Personalisierung wird die Aufmerksamkeit beim User erhöht, die Relevanz gesteigert und die Wahrscheinlichkeit vergrößert, dass sich die Person zum Newsletter anmeldet. Gleichzeitig steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt gekauft wird. Extrem personalisierter Content holt die Zielgruppe also genau dort ab, wo sie sich gerade in der Customer Journey befindet.

Mehr Action. Mehr Daten. Mehr Personalisierung

Das Thema Lead Gen ist 2022 nicht mehr wegzudenken. Im Gegenteil: Die Lead Generierung wird innerhalb des Email Marketings eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Durch den zunehmenden Datenschutz und den Abgesang auf Third Party Cookies stehen Unternehmen vor der Aufgabe, wichtige Zero und First Party Daten selbst zu generieren und dafür zu sorgen, die Newsletter-und Kunden-Liste zum Wachsen zu bringen. Die Kunst besteht darin, immer wieder neue Ideen und Wege auszuprobieren – und das möglichst originell, smart und subtil, ohne negativ aufzufallen.