Warum Popups keine Conversion-Killer sind

Popup Header

Wer die Lead Generierung auf der eigenen Website richtig vorantreiben möchte, der kommt an einem ganz sicher nicht vorbei: an Popups! Doch nicht jeder ist von den plötzlich auftauchenden Anzeigen begeistert: störend, nervig, unerwünscht – manche Online-Shop-Betreiber haben Bedenken, dass Popups nicht zur Steigerung von Newsletter-Abonnent:innen beitragen, sondern im Gegenteil: sich sogar negativ auf die Conversion Rate auswirken könnten. Mit einem Blick auf Statistiken kann dieses Vorurteil allerdings schnell widerlegt werden. Und nicht nur das! Anhand von Auswertungen wird klar, dass Popups etliche Benefits mit sich bringen, wenn sie geschickt ausgespielt werden. Noch nicht überzeugt? Dann bitte weiterlesen:

Tim

20.03.2022

Wissen

Was genau sind Popups noch gleich?

Popups sind Einblendungen in Form von visuellen Elementen auf einer Website oder in einem Online-Shop. Sie erscheinen häufig auf der Grundlage des Verhaltens von Usern, mit dem Ziel, auf bestimmte Produkte, Gewinnspiele oder Rabattaktionen aufmerksam zu machen. Im Email Marketing werden Popups aber vor allem dazu genutzt, eine Anmeldung zum Newsletter der Web User zu erreichen. Das wird auch als Lead Generierung bezeichnet. 

Popups zeichnen sich dadurch aus, dass sie beim Erscheinen andere Bereiche der Seite verdecken, sodass Nutzer:innen gezwungen sind, mit dem Popup zu interagieren. Es gibt sie zudem in unzähligen verschiedenen Formen und Größen: Neben dem sogenannten Standard-Popup, das üblicherweise nicht in einem separaten Browserfenster, sondern als Overlay auf der Webseite angezeigt wird, gibt es Slides-Ins, Sticky Bars, Fullscreen Messages und Gamification Popups. Darüber hinaus können Popups auf unterschiedliche Weise ausgespielt werden. Grundlage dafür ist der sogenannte Trigger. Es ist z.B. möglich, ein Popup erst nach ein paar Sekunden anzeigen zu lassen (time-based), beim Verlassen der Seite (exit-intent) oder nachdem ein bestimmter Prozentsatz der Seite gescrollt wurde (scroll-based). Ebenso gibt es die Möglichkeit, dass sich ein Popup erst nach einer bestimmten Seitenabfolge öffnet oder durch Klicken auf eine bestimmte Schaltfläche der Website (click-based). 

Klar ist: Es gibt wenig Frustrierenderes, als auf einer Website mit zu vielen Popups, deren Inhalt nicht relevant und ansprechend ist, zu landen. Das bedeutet, es gibt definitiv eine richtige und eine falsche Art und Weise, Popups einzusetzen. Worauf genau es bei der Gestaltung und Ausspielung von erfolgreichen Popups mit hoher Conversion Rate ankommt, haben wir bereits in einem anderen Artikel festgehalten.

 

5 Vorteile von smarten Popups

Werden Popups auf die richtige Art genutzt und zielgerichtet ausgespielt, können sie einen erheblichen Mehrwert liefern und sind – entgegen vieler Befürchtungen – definitiv kein Conversion-Killer. Im Gegenteil: Das sind aus unserer Sicht die Top 5 Vorteile von smart eingesetzten Popups!

1. Popups helfen Usern zu finden, wonach sie suchen

Kein Online-Shop gibt es gerne zu, doch virtuelle Produktpräsentationen können manchmal ganz schön unübersichtlich wirken. Gerade wer viele interessante Produkte und haufenweise spannenden Content anzubieten hat, der muss sich genau überlegen, wie er alles bestmöglich für seine Besucher:innen veranschaulicht. Damit für User relevante Elemente der Website nicht untergehen, empfehlen sich Popups. Sie richten durch ihr plötzliches Auftreten den Fokus auf eine wichtige Sache, die du unbedingt an den Mann oder die Frau bringen möchtest. Denn in puncto View Rate sind Popups ungeschlagen, sie sorgen zu 100% dafür, dass deine Inhalte gesehen werden – ob der User will oder nicht! Und wer weiß? Im Idealfall ist der Inhalt des Popups ja genau das, was der User ohnehin gesucht, aber nicht auf Anhieb gefunden hat. Die Stichwörter lauten: Relevanz, Personalisierung und Timing! Wenn Popups gekonnt eingesetzt werden, machen sie es Kund:innen leichter, eine Message aufmerksam wahrzunehmen, sie zu verstehen und darauf zu reagieren. Auf diese Weise kann ein positives Kundenerlebnis geschaffen werden.

 

"Das könnte dir auch gefallen" Popup

2. Hohe Flexibilität

Wie bereits beschrieben, können Popups ganz unterschiedlicher Natur sein und einige von ihnen werden aufgrund ihrer Platzierung gar nicht als solche von Besucher:innen wahrgenommen. Sogenannte Popup-Banner wirken für User zum Beispiel wie ein integriertes Element der Website und fügen sich, einen adäquaten Inhalt und ansprechendes Design vorausgesetzt, ideal in das Gesamtbild ein. Exit Intent Popups wiederum sind die ideale Lösung, wenn du Angst hast, dass alle anderen Arten von Popups deine Kund:innen verschrecken könnten. Exit Intent Popups werden ausgespielt, wenn der User seinen Cursor in Richtung des “Fenster schließen”-Buttons bewegt und somit signalisiert, dass er deine Seite verlassen möchte. Durch das erscheinende Popup hast du noch einmal eine letzte Chance, deinen Besucher:innen zu zeigen, dass sie etwas Wichtiges übersehen haben. Oder du versuchst sie mit anderen Maßnahmen zu überzeugen, vielleicht doch noch etwas länger in deinem Online-Shop zu bleiben. Kreative Grenzen sind dir hierbei nicht gesetzt und du kannst dir ebenfalls sicher sein, dass das Popup deine Conversion Rate nicht negativ beeinflusst. Denn der User wollte deine Website ja sowieso verlassen, ganz ohne Kauf oder Anmeldung zu deinem Newsletter. Demnach hast du nichts zu verlieren, wenn du zum Exit Intent Popup greifst und versuchst, das Ruder herumzureißen.

 

Exit Intent Popup Beispiel

3. Die Zahlen sprechen für sich


Wer glaubt, dass Popups dem eigenen Online Shop eher schaden als nützen, der sollte auf jeden Fall einen Blick in Studien und statistische Erhebungen zu diesem Thema werfen. Laut einer Studie von Sumo  lag im Jahr 2020 die durchschnittliche Conversion Rate von Popups bei 3,09%. Klingt im ersten Moment nicht viel? Ist es aber! Das am häufigsten auftretende Problem bei Online-Shops mit hohem Traffic ist die niedrige Conversion Rate, obwohl die Impressions relativ dazu sehr hoch sind. Nehmen wir einmal an, dein Shop hat etwa 100.000 Besucher. Mit einer Conversion Rate von 3,09% kannst du aus ihnen etwa 3.000 neue Subscriber gewinnen. Nicht verkehrt, oder? Wenn du deine Popups im Hinblick auf den idealen Ausspielzeitpunkt und das optimale Bild-Text-Verhältnis optimierst, können sogar noch weitaus höhere Conversion Rates von bis zu 9% erreicht werden. Auf welche Dinge du bei der Erstellung und Ausspielung besonders achten solltest, erfährst du hier.

4. Popups gehören zum (Internet)-Leben dazu

Werbung im Web ist nicht mehr wegzudenken. Öffnen User eine Website, werden sie in aller Regel mit Ads bombardiert. In der Theorie klingt das bis heute nach einem lästigen Umstand, doch hat sich unsere digitale Generation praktisch schon längst daran gewöhnt. Die aus Marketing-Sicht relevante “Banner Blindness” bei der Flut an Werbung sorgt sogar dafür, dass 90% aller Werbeanzeigen von den Website-Besucher:innen überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden. Es herrscht also unweigerlich eine gewisse Akzeptanz gegenüber Online-Ads – und der Großteil an Werbung wird sowieso übersehen. Popups müssen zum einen also aus der Masse hervorstechen, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Durch ihr plötzliches oder auf einer Handlung basiertes Erscheinen ist dies in der Regel immer der Fall – und somit ein großer Vorteil im Vergleich zu anderer Online-Werbung. Um wirklich erfolgreich hinsichtlich der Conversion Rate zu sein, müssen sie durch relevanten Content und eine smarte Ausspielung überzeugen. Ist dies der Fall, werden Popups von deinen Besucher:innen mit Sicherheit nicht negativ auffallen, sondern sich sogar positiv auf die Customer Journey und die Kundenerfahrung auswirken.

 

Black Friday Bestseller Popup

5. Effizientes Listen-Wachstum

Um es auf den Punkt zu bringen: Es gibt schlicht kein besseres Instrument für den Aufbau eines eigenen Email-Verteilers als Popups. Zum einen ist die Erstellung von Popups relativ einfach und kostengünstig. Zum anderen gibt es unzählige Möglichkeiten, was Design, Ausspielung, Content und Arten von Popups, Slide-Ins Bannern und Co. angeht. Mit dem richtigen Anreiz als Incentive, knackiger Copy und einem ansprechenden Design, steht einem schnellen Wachstum der Email-Liste fast nichts mehr im Weg. Kommen dann noch eine personalisierte Aussteuerung, optimales Timing und eine Portion Kreativität hinzu, können Popups dein Email Marketing mit erfolgreicher Lead Generierung aufs nächste Level heben. Und das natürlich ohne Gefahr einer abnehmenden Conversion im Shop!

 

Rabatt Popup

Popups sind harmloser als ihr Ruf

Klar ist: Niemand wird gerne mit lästigen Popups konfrontiert, die zum absolut falschen Zeitpunkt auftauchen, nicht verschwinden wollen und keine Relevanz haben. Wer Popups falsch einsetzt, schlägt seine Besucher:innen womöglich in die Flucht. Wichtig ist also, Popups strategisch und gut durchdacht einzusetzen. Richtig angegangen, kann diese Art von Werbung der entscheidende Faktor sein, um Kund:innen nachhaltig an deine Brand zu binden, deine Newsletter-Liste zum Wachsen zu bringen und Umsätze zu steigern. Smarte Popups können darüber hinaus für viele verschiedene Ziele eingesetzt werden: Sie können zum Beispiel auch dabei helfen, Feedback zu sammeln, personalisierte Produktempfehlungen zu geben oder als Shopping-Assistent im Online-Shop zu fungieren und User sinnvoll durch den Shop und ihre Customer Journey zu führen. Bietet ein Popup einen Mehrwert für Kund:innen, trägt es zur Steigerung der Kundenbindung und -zufriedenheit bei. Das bedeutet: Relevante Popups, die zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Message an die richtige Person ausgespielt werden, können wahre Conversion-Wunder sein. Dass Popups zum Teil immer noch so negativ besetzt und als lästig empfunden werden, ist aus unserer Sicht schlicht überholt und der Mythos von störenden, Conversion-killenden Popups ist schlichtweg falsch. Richtig eingesetzt bringen Popups erhebliche Vorteile und auch Untersuchungen belegen die Effektivität von Popups. Kein Wunder also, dass viele Online-Shops und (Email-) Marketer wie wir auf ihren Einsatz schwören, oder?

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